Der serielle Port ist tot, es lebe USB

Dieser Spruch ist so natürlich Unsinn, denn auch USB ist eine serielle Schnittstelle - nur eben schneller, neuer, schöner und, äh, eben universeller. Aber der erste Teil stimmt durchaus - zumindest für den Mac. Denn es gibt keine neuen Macs mehr mit der alten seriellen Schnittstelle (mit Mini-DIN-Stecker) zu kaufen. Stattdessen haben alle neuen Macs mindestens einen USB-Anschluß.

Daher mein Tip an alle Mac-User: Keine neue Hardware mit der alten seriellen Schnittstelle mehr anschaffen (es sei denn, sie soll ausschließlich an einem alten Mac genutzt werden). Sonst ärgert man sich nach dem Kauf eines neuen Macs nur, daß die schöne alte Hardware nicht mehr angeschlossen werden kann. Natürlich gibt es USB-nach-seriell-Wandler, aber das verursacht wieder nur Zusatzkosten und nicht selten auch Ärger wegen mangelnder Kompatibilität.

Hardware

Und was macht man nun, wenn man einen alten Mac ohne USB-Anschluß hat? Wenn der Mac einen freien PCI-Steckplatz hat, dann lautet die Lösung: Eine USB-Karte kaufen!

Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder, man kauft eine spezielle Mac-USB-Karte. Dann darf man sich freuen, daß man die Treibersoftware gleich von der mitgelieferten CD installieren kann. So eine Karte kostet zwischen 100 und 130 DM.

Mit einem Minimum an Eigeninitiative geht es aber auch deutlich billiger - nämlich um die Hälfte billiger! Man kauft sich dazu einfach beim nächsten PC-Händler oder -Versender eine PCI-USB-Karte für PCs (eine von der Sorte, bei der auf der Packung groß "Für Windows 98" steht). Diese Karten kosten ca. 50-60 DM. Man steckt sie einfach in seinen Mac, lädt sich den USB-Treiber von Apples ftp-Server herunter, installiert ihn - und darf sich freuen, daß man eine Menge Geld gespart hat. Für den Differenzbetrag kann man sich dann schon (fast) das erste USB-Device, z.B. eine Maus, leisten.

Wichtig: Die USB-Karte muss einen OPTI-Chipsatz haben - andere Karten scheinen mit dem Apple-Treiber nicht zu funktionieren. Man erkennt eine solche Karte aber ganz einfach daran, dass auf dem einzigen größeren Chip auf der Karte groß "OPTI" steht.

Konkretes Beispiel: In meinem Mac steckt eine NoName PCI-USB-Karte "UH-275" (Kostenpunkt: 55 DM). Daran angeschlossen habe ich einen Logitech MouseMan Wheel (Kostenpunkt: 69 DM). Das sind zusammen 124 DM gegenüber den 129 DM, die man in den Anzeigen diverser Mac-Zeitschriften oft als Preis für eine Mac-USB-Karte findet ...

Treiber

Bei den USB-Treibern muß man zwischen dem Treiber für die Karte und dem für das angeschlossene Gerät unterscheiden. Ersterer ist kein Problem - man nimmt einfach den von Apple ("USB Card Support"). Seit MacOS 9 ist der entsprechende Treiber sogar bereits in der normalen MacOS-Installation enthalten.

Für Experimentierfreudige kursieren auch Beschreibungen, wie man den (meist etwas neueren) Treiber aus dem USB-SDK von Apple patchen muß (genauer gesagt, steht diese Beschreibung sogar in der Dokumentation des SDKs). Das ist aber bei dem o.g. Treiber gar nicht nötig, er enthält diesen Patch bereits - man braucht ihn wirklich nur noch zu installieren.

Bei den Treibern für die anzuschliessenden Geräte sieht die Sache schon ganz anders aus, denn prinzipiell braucht jedes Gerät auch einen speziellen Treiber. Am besten fährt man daher natürlich mit einem USB-Gerät, bei dem ein Mac-Treiber mitgeliefert wird (steht auf der Packung) oder von der Website des Herstellers heruntergeladen werden kann.

Einen universellen USB-Treiber für alle USB-Geräte kann es nicht geben, denn ein Scanner wird eben ganz anders angesteuert als eine Maus. Aber einen universellen Treiber für viele Eingabegeräte (Mäuse, Tastaturen, Trackballs) gibt es als Shareware unter www.usboverdrive.com.


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last update: 26 February 2003