Wir zerlegen einen SE/30

Von den guten alten "Würfelmacs" hat es mir besonders der SE/30 angetan: Das klassische Gehäusedesign und ein Innenleben, das auch heute noch nicht zum alten Eisen gehört. Zugegeben, ein 68030 mit 16 MHz ist nicht mehr "State of the Art", aber für manche Anwendung durchaus noch ausreichend. Ein bißchen Tuning kann natürlich nicht schaden ...

[SE/30]

Das größte Hindernis ist dabei das Gehäuse und speziell die beiden Schrauben oben im Griff. Nachdem ich lange, aber erfolglos, nach einem langen Torx-T15-Schraubenzieher gesucht hatte, fand ich die Lösung in Form eines 12 cm langen Schraubenziehers mit Bits-Kupplung und eines 5 cm langen T15-Bits (ein normales, kurzes Bit reicht wegen der Kupplung nicht bis zur Schraube). Dem Vernehmen nach braucht man evtl. auch noch einen sogenannten Case-Opener, ein spezielles Werkzeug, um das Gehäuse etwas zu spreizen, bevor man es auseinanderziehen kann. Mein SE/30 ist jedoch ein gebrauchtes Exemplar und ließ sich auch so öffnen:

[SE/30, offen]

Zur Orientierung: Das gute Stück liegt mit der Bildröhre nach unten. In der Bildmitte (mit dem Flachbandkabel) die Festplatte, darunter zu sehen die Floppy. Was auch immer man nun vorhat, egal ob die Platte ausgetauscht, Speicher oder eine PDS-Karte eingebaut werden soll: Als nächstes muß unbedingt die Hauptplatine (im Bild ganz rechts) ausgebaut werden. Mit etwas Fummelei durch die Öffnungen des Rahmens kann man die Flachbandkabel für Floppy und Platte sowie den Steckverbinder für das Netzteil abziehen. Danach kann man die Platine etwas liften und, dank geschickter Verzahnung mit dem Gehäuserahmen, nach unten hin (zum ehemaligen Gehäuseboden hin) wegklappen. Vorsicht, da ist noch der Steckverbinder für den Lautsprecher, den man auch noch abziehen muß. Alsdann hat man die Platine in der Hand:

[SE/30-Platine]

An der Platine war ich dieses Mal allerdings nicht interessiert, sondern an der Festplatte. Diese ist mit zwei Schrauben von unten her befestigt. Vorsicht beim Lösen der Schrauben, sonst fällt die Platte auf die Bildröhre!

Beim Zusammenbau kann man sich der Klapptechnik für die Führung der Platine bedienen: Auf der einen Seite einhaken, die Steckverbinder aufstecken (den für den Lautsprecher nicht vergessen), einklappen und einrasten.


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