Typhoon, die Lidl-Maus

Also mal ehrlich: Wer hat nicht schon neidisch auf diese schicke Microsoft-Maus namens "Intellimouse Explorer" geschielt? Eine optische Maus, ohne Kugel - nie wieder Ärger mit verdreckten Rollen. Tja, doch da ist, neben dem "bösen" Firmennamen, auch noch das Preisschild: 109 DM.

Angesichts dessen macht das Herz doch einen Hüpfer, wenn man in der Tageszeitung das Angebot einer Lebensmittelkette (Lidl) für eine optische Maus für gerade einmal 44 DM entdeckt. Und auf den ersten Blick sieht die Maus auch noch fast so aus wie die von Microsoft. Aber dann lesen wir wieder: "Microsoft Windows 95/98/Me kompatibel". Kein Wort vom Mac. Ein Problem?

Nun, vielleicht nicht. Denn da gibt es doch den vielgelobten universellen USB-Treiber USB Overdrive, der verspricht, alle USB-Mäuse am Mac betreiben zu können. Probieren wir es doch einfach mal aus ...

Nach kurzer Suche unter den Angeboten entdecke ich endlich das Schild, dass es die Maus nur an der Kasse gibt. Und zum Glück ist auch noch eine da: Zwei Pudding, drei Tafeln Schokolade, ein Glas Marmelade und eine optische Maus wechseln also den Besitzer. Zuhause angekommen wird die Maus ausgepackt. Ein mehrsprachiges Handheft, eine Diskette mit Windows-Treibern, ein PS/2-auf-USB-Adapter - brauchen wir alles nicht. Nach dem Anschließen am Mac leuchtet die Maus gleich rot auf. So weit, so gut. Leider bewegt sich der Mauszeiger nicht. Das kann natürlich damit zusammenhängen, dass an dem Mac auch noch eine Logitech-USB-Maus angeschlossen ist. Also flugs deren Treiber entfernt, USB Overdrive installiert, Neustart und - es geht.

USB Overdrive zu besprechen, spare ich mir an dieser Stelle - uns interessiert die Maus. Sie hat insgesamt fünf Tasten, wobei das Scrollrad als Taste mitzählt. Links und rechts vom Scrollrad befindet sich je eine größe Taste und seitlich je noch eine längliche. Die linke dieser seitlichen Tasten (von USB Overdrive als vierte Taste bezeichnet) konnte ich anfangs nicht ansprechen, später funktionierte sie aber?!

Die Maus ist relativ breit und, im Vergleich zu meinem Logitech MouseMan Wheel, recht flach. Alles in allem liegt sie aber nicht schlecht in der Hand, ich muss mich nur erst etwas umgewöhnen. Ich persönlich könnte ja auf die beiden seitlichen Tasten verzichten. Dann hätte man nämlich etwas mehr Platz zum Zupacken und muss nicht ständig Angst haben, eine der Tasten zu drücken. Aber zum Glück kann man sie ja in USB Overdrive deaktivieren, so dass sie wenigstens keine Funktion auslösen.

Größenvergleich: Die Apple Desktop Bus Maus ist die 
kleinste der drei, die Typhoon-Maus braucht die größte 
Fläche, der Logitech MouseMan Wheel das größte Volumen.

Fazit: Nachdem ich die Maus einige Tage benutzt habe, gefällt sie mir eigentlich ganz gut. Mein einziger wirklicher Kritikpunkt ist, dass man sie nicht richtig greifen kann, was insbesondere dann stört, wenn man das Ende der Unterlage erreicht hat und die Maus "umsetzen" muss.

Für Mac-User ist die Maus leider kein Schnäppchen, da man ja die Gebühr für USB Overdrive einrechnen muss. Bei 44 DM plus $20 ist man dann schon recht nahe am Preis des "Originals" von Microsoft. Davon einmal abgesehen, funktioniert die Maus aber tadellos am Mac.

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last update: 12 November 2000