Die Schritte zur eigenen Website

Das Folgende ist eine stichwortartige Kurzzusammenfassung dessen, was ich beim November-Treffen 2001 der MacIG Heilbronn erzählt habe. Die Frage war "Wie komme ich zu meiner eigenen Website?"

Kostenlose Angebote

Webspace

Internetprovider

Die einfachste Möglichkeit, zu kostenlosem Speicherplatz für eine eigene Website zu kommen, bietet meist der Internetprovider. So hat man beispielsweise bei T-Online 10 MB Speicherplatz und eine URL der Form http://meinname.bei.t-online.de/ (es sind auch andere Schreibweisen möglich). Andere Internetprovider bieten ähnliches an, z.B. gibt es bei Arcor sogar 50 MB Speicherplatz. Es lohnt sich also, einfach mal beim eigenen Internetprovider nachzusehen, was dieser denn so anbietet.

Vorteile: Kostenlos und normalerweise ohne Werbung.

Nachteil: Wenn man den Internetprovider wechselt, verliert man normalerweise auch den Anspruch auf den Webspace.

Andere Anbieter

Es gibt eine Reihe von Anbietern von kostenlosem Webspace, die keine Internetprovider sind. Diese sind jedoch ausnahmslos werbefinanziert, d.h. beim Aufruf einer dort abgelegten Website erscheinen Popup-Fenster mit Werbung oder die Werbung wird, z.B. mittels Frames, neben der Website im Browserfenster angezeigt.

Einige Anbieter (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

Vorteile: Kostenlos und unabhängig vom Internetprovider.

Nachteil: Werbeeinblendungen.

Anmerkung: Da sich diese Angebote über Werbung finanzieren, findet sich in den AGB oft ein Absatz, der das Ausfiltern bzw. Unterdrücken der Werbung untersagt.

Umlenkungen für kürzere URLs

Egal ob man seine Website nun beim Internetprovider oder einem anderen Anbieter liegen hat, einen Nachteil haben diese kostenlosen Angebote gemeinsam: Die URL zur eigentlichen Website ist oft recht lang, schwer zu merken und enthält den Namen des Anbieters, also etwas in der Form http://www.anbieter.com/freespace/meinname/ o.ä. Um dem abzuhelfen, gibt es Services, bei denen man sich kostenlos eine kürzere (und damit hoffentlich leichter zu merkende) URL reservieren kann. Gibt man diese Kurz-URL dann im Browser ein, wird man automatisch zu der eigentlichen Website weitergeleitet.

Ein solche Anbieter ist z.B. die Firma V3, die sich eine Reihe von Domainnamen unter der Toplevel-Domain .to (für Tongo) reserviert hat und diese nun unter griffigen Namen wie go.to, jump.to oder auch learn.to anbietet. Man kann sich dort dann z.B. http://go.to/meinname reservieren lassen.

Vorteile: Kostenlose und einfache Möglichkeit, zu einer "griffigen" URL zu kommen.

Nachteil: Auch diese Services sind werbefinanziert.

Domains

Derzeit gibt es meines Wissens weltweit keinen Anbieter von wirklich kostenlosen Domainnamen. Wenn man glaubt, einen solchen Anbieter gefunden zu haben, sollte man sich also die AGB sehr genau durchlesen, denn meist findet sich dort ein Passus, der spätestens dann Kosten verursacht, wenn man mit der Domain von diesem Anbieter zu einem anderen wechseln will.

Dagegen kann man Subdomains durchaus kostenlos bekommen, z.B. bei de|nic|vu. Entsprechend präsentiert sieht http://www.meinname.de.vu/ auch fast wie ein echter Domainname aus ...

Vorteile: Eine kostenlos Möglichkeit, an etwas zu kommen, was fast wie eine eigene Domain aussieht.

Nachteil: Auch diese Services sind werbefinanziert.

Kostenpflichtige Angebote

Kostenpflichtige Angebote für reinen Webspace gibt es eigentlich kaum. Stattdessen ist es einfach - und günstiger - eine eigene Domain zu erwerben, da die Hoster, über die man die Domain erwirbt, normalerweise gleich Pakete mit Domain + Webspace anbieten.

Der Markt für Domainanbieter ist mittlerweile recht groß und undurchsichtig, so dass hier auch nur ein paar Orientierungshilfen gegeben werden können.

Domain noch frei?

Bevor man eine Domain registrieren kann, muss man natürlich überprüfen, ob diese noch frei ist. Wenn man sich schon für einen Hoster entschieden hat, kann man dies normalerweise über eine Funktion auf dessen Website tun. Andernfalls kann man auch direkt zur jeweiligen offiziellen Vergabestelle gehen, die man üblicherweise unter dem Domainnamen "nic", gefolgt von der Toplevel-Domain (.de, .com, usw.) erreicht. Gibt man z.B. im Browser nic.de ein, landet man beim DeNIC, der deutschen Vergabestelle.

Man kann Domains (meist) auch über die offizielle Vergabestelle registrieren, jedoch ist das meist nicht die günstigste Möglichkeit und oft bekommt man dort nur den Domainname ganz ohne Webspace. Das DeNIC hat z.B. absichtlich abschreckend hohe Preise, weil es dort gewünscht ist, dass Privatkunden sich an einen Hoster wenden.

Ferner gilt es, einige Regeln bei der Vergabe zu beachten. So kann man eine .de-Domain nur bekommen, wenn man auch seinen Wohnsitz in Deutschland hat. In anderen Länder gelten z.T. noch strengere Regeln. Eine .es-Domain (Spanien) wird beispielsweise nur an in Spanien ansässige Firmen vergeben, Privatpersonen können so eine Domain überhaupt nicht erwerben.

Nicht vergessen sollte man auch mögliche rechtliche Probleme. Tabu sind z.B. Gemeindenamen als Domainname - hier hat die gleichnamige Gemeinde normalerweise ein Anrecht auf den Namen, auch wenn dieser noch frei ist bzw. war (Ausnahme: Der Gemeindename ist identisch mit dem eigenen Nachnamen; behelfen kann man sich auch mit Zusätzen wie http://www.mein-gemeindename.de). Auch bei Firmen- oder Produktnamen ist Vorsicht geboten. Unkritisch sind dagegen der eigene Name (ggfs. auch Vor- und Nachname zusammen oder mit Zusätzen wie -online).

Den richtigen Hoster auswählen ...

... ist nicht einfach. Hier sollte man sich zum einen vorher sehr genau informieren und zum anderen natürlich auch genau überlegen

Die Angebote der Hoster reichen von reinen Weiterleitungen (man könnte dann immer noch kostenlosen Webspace benutzen), über so genannte "Starter"-Angebote (relativ günstig, dafür mit wenig Webspace und ohne große Features) bis hin zu umfangreichen Paketen (mehrere Domains, Scriptsprachen, ...) und eigenen Webservern. Wie so oft gibt es nach oben hin (fast) keine Grenzen, was Leistungen, aber auch Kosten betrifft.

Möglichkeiten, sich über geeignete Hoster zu informieren, sind:

<< zurück zur MacIG-Seite


$HOME | Atari | Macintosh | Ahnenforschung | Bilder | Site-Index


Valid HTML 4.01 contents of this page written and (c) 2001 by Dirk Haun (dirk@haun-online.de),
last update: 21 November 2001