Die meisten Digitalkameras kommen heutzutage erfreulicherweise auch mit einer Mac-Software, mit der man die Bilder von der Kamera übertragen und zumeist auch noch bearbeiten kann. Allerdings macht diese Software oft einen etwas lieblosen Eindruck oder man hat einfach ein vorhandenes Bildbearbeitungsprogramm in einer Light-Version lizenziert und noch schnell um eine Übertragungsmöglichkeit ergänzt.
Für manche Kameras gibt es auch Photoshop-Plugins zum Übertragen der Bilder, z.B. für die Kodak DC-20 oder für Olympus-Kameras. Das ist insofern praktisch, weil man die Bilder dann gleich in ein vertrautes Programm zur Weiterbearbeitung importieren kann. Und die meisten Photoshop-Plugins funktionieren ja auch mit anderen Programmen, z.B. dem GraphicConverter.
Wem die mitgelieferte Übertragungs-Software nicht zusagt, der sollte einmal einen Blick auf Cameraid (Shareware, $15) werfen. Zwar legen die Kamera-Hersteller ihre Übertragungsprotokolle nicht offen, aber fleissige Mitmenschen haben sich die Mühe gemacht, diese Protokolle zu entschlüsseln. So kommen auch Betriebssysteme, für die es eigentlich keine Übertragungs-Software gibt plötzlich doch in den Genuss einer solchen. Für den Mac ist das zwar meist nicht nötig (siehe oben), aber eine Software zu haben, die mit vielen Kameras verschiedener Hersteller kommunizieren kann, ist doch oft auch recht praktisch. Darüber hinaus bietet Cameraid auch noch ein paar einfache Bildbearbeitungsfunktionen wie Drehen, Spiegeln, usw.
Nachteil bei der zumeist seriellen Übertragung ist natürlich, dass es seine Zeit dauert, bis das Bild von der Kamera auf den Mac übertragen wurde. Und mit höheren Auflösungen moderner Digitalkameras steigen dann auch die Übertragungszeiten. Abhilfe schaffen hier Kameras mit USB-Schnittstelle (vorausgesetzt, man hat einen Mac mit USB-Anschluss).
Am bequemsten (so zumindest meine Meinung) sind jedoch Kameras mit wechselbaren Speichermedien - wenn man ein entsprechendes Lesegerät am Mac angeschlossen hat. Dann braucht man nur das Speichermedium aus der Kamera zu entnehmen, ins Lesegerät einstecken und schon kann man davon, wie von einem normalen Mac-Volume, die Bilder als Dateien kopieren. Auch bei den Lesegeräten für Kamera-Speichermedien (mittlerweile auch gerne als "digitaler Film" bezeichnet) geht der Trend in Richtung USB. Im "MacInTouch USB Guide" findet sich z.B. eine umfangreiche Liste von USB-Lesegeräten.
Andere Alternativen sind Adapter für den "digitalten Film". Hier gibt es im wesentlichen zwei Optionen: Adapter auf PCMCIA sind für SmartMedia, CompactFlash und den MemoryStick erhältlich. Für das Iomega Clik-Drive (ebenfalls als PCMCIA-Version erhältlich) gibt es leider noch keine Mac-Treiber.
Die andere Option sind Floppy-Adapter. Zumindest für SmartMedia gibt es Adapter, in die man die SmartMedia-Karte einsteckt und das ganze dann wie eine normale Floppy in ein Diskettenlaufwerk einlegt. Nachteil: Der Adapter benötigt Batterien (Knopfzellen), und davon dem Vernehmen nach auch nicht gerade wenige. Ausserdem ist diese Lösung natürlich nur für die älteren Macs eine Option, die noch ein Diskettenlaufwerk haben.
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